Rückblick: Frankfurts katholischer Stadtdekan in der evangelischer Kirche in Bad Soden

Dass es ohne genseitige Zulassung zum Abendmahl keine wirkliche Ökumene der Kirche gäbe und dass diese Zulassung darum kommen müsse, war eine der Thesen des Frankfurter katholischen Stadtdekans Johannes zu Eltz, der am vergangenen Sonntag in der evangelischen Kirche Bad Sodens predigte. Und als zu Eltz den Heilandsruf Jesu aus dem Matthäusevangelium auslegte, dann war zu spüren, wie sehr er Jesus beim Wort nimmt: „Kommt her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid.“ Alle meint alle, ganz egal, welchen Hintergrund der einzelne auch hat.

Eingeladen hatte zu Eltz die Stiftung Evangelische Kirche Bad Soden zu diesem von ihr verantworteten Gottesdienst, mit dem sie sich auch dieses Jahr wieder am Sonntag Kantate der Gemeinde vorgestellt hat und mit dem sie sich zugleich für alle im vergangenen Jahr erfahrene Unterstützung bedankte. Der Stiftungsvorsitzende Christoph Braun legte in seinem Grußwort dar, wo die Erträge der Stiftung schon heute die Arbeit der Gemeinde spürbar unterstützen. So insbesondere bei der Deckung des von der Gemeinde selbst aufzubringenden jährlichen Haushalts, bei der Finanzierung der CVJM-Mitarbeiterin Meike Schiller oder auch bei der Durchführung der Sodener Passion.

Musikalisch wurde der Gottesdienst ausgestaltet von Kantor Andreas Pechtold an der Orgel und vom Main-Taunus-Kammerchor unter der Leitung von Stefan Claas, der mit einer finnischen Vertonung des 100. Psalms, mit einer englischen Vertonung von Psalm 91,11 und dem lateinischen O lux beata auf seine Weise zur ökumenischen Dimension des Gottesdienstes beitrug. Und nicht fehlen durfte dann auch der Hinweis auf den nächsten ökumenischen Kirchentag, der 2021 in Frankfurt stattfindet und in den auch Bad Soden eingebunden sein wird.