Solidarität mit Notre-Dame

Der Brand in Notre-Dame bewegt auch die Christen in Bad Soden: Die Kollekte des ökumenischen Gottesdienstes am Ostermontag zum Abschluss der Sodener Passion wird halbiert werden. Die eine Hälfte geht wie geplant an den Christlichen Hilfsbund im Orient, der insbesondere die Christen im Bürgerkriegsland Syrien unterstützt. Die andere Hälfte fließt ein in den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale. Damit wollen die christlichen Gemeinden Bad Sodens ein doppeltes Zeichen der Verbundenheit setzen. Das Motto der Sodener Passion 2019 lautet: Orientiert oder eingenordet? Das Kreuz im Abendland und im Morgenland. Mit der Kollekte des Ostermontaggottesdienstes werden sowohl das Morgenland als auch das Abendland exemplarisch in den Blick genommen. Die im Bürgerkrieg zerstörten Kirchen Aleppos benötigen genauso unsere Solidarität wie nunmehr die Hauptkirche Frankeichs. 

Als Ausdruck der Verbundenheit mit Notre-Dame haben sich die Kirchen des Pastoralen Raumes Main-Taunus Ost und die evangelische Kirche in Bad Soden am Mittwoch von 18.50 Uhr bis 19 Uhr dem Läuten der Kirchenglocken vor allem in Frankreich angeschlossen und für diese Zeit zum Innehalten und Gebet aufgerufen.

Fröhlicher Ostermontag!

Du machst fröhlich, was da lebt im Osten wie im Westen: Unter diesem Psalmwort steht der ökumenische Gottesdienst zum Abschluss der Sodener Passion 2019, der an Ostermontag ab 10.30 in der katholischen Kirche St. Katharina (Salinenstraße 1) gefeiert wird. Der Gottesdienst nimmt in seinem Titel das Motto der diesjährigen Passionsreihe auf: „Orientiert oder eingenordet? Das Kreuz im Morgenland und im Abendland“. Der Glaube an den einen Gott schenkt Menschen als allen Himmelsrichtungen Hoffnung und Zuversicht, das Kreuz schenkt dabei Orientierung.

Musikalisch ausgestaltet wird dieser Gottesdienst vom Projektchor, der unter der Leitung von Kantorin Capucine Payan seit Beginn der Passionszeit die entsprechenden Stücke einstudiert. Der Bogen spannt sich dabei von Johann Michael Haydns „Das Grab ist leer“ über Ken Dossos „Come, come unto me“ bis hin zum „Hallelujah, Amen“ von Georg Friedrich Händel. Nach dem Gottesdienst sind alle Teilnehmer eingeladen, vor der Kirche bei Brot und Wein miteinander ins Gespräch zu kommen.